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Die CCW 2023: Klassentreffen reloaded?
Rainer Kolm 2 min read

Die CCW 2023: Klassentreffen reloaded?

Zurzeit erhalte ich fast täglich gefühlt 100 Einladungen zur CCW 2023. Per E-Mail, über LinkedIn, per Newsletter und sogar noch per Post. Es sieht ein bisschen so aus, als wolle sich die gesamte Branche nach zwei Jahren Abstinenz dann doch wieder in Berlin treffen. In Vorbereitung auf diesen Blogbeitrag bin ich auf einen meiner Texte aus dem Jahr 2018 gestoßen, den ich gerne hier zitieren möchte: „Klassentreffen, nette Menschen die man ein Jahr nicht gesehen hat, ich kenne viele, die meisten mag ich, alte Geschichten, der Blick zurück, immer wieder schön, damals, das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Aber auch das Risiko, sich nur immer mit den gleichen Leuten zu unterhalten, Filterblase live.“

Nun, der Text ist fünf Jahre alt und die Welt hat sich tiefgreifend gewandelt: 2018 dachte noch niemand an einen Virus, der fast den ganzen Planeten lahmlegt. Oder einen Krieg in Europa. Aber was hat sich für uns verändert, die sich mit Customer Service und Customer Experience beschäftigen? Und wie sieht es aus mit einer Kongressmesse in diesen unruhigen Zeiten?

Online ist die neue Präsenz
Die wichtigsten Erkenntnisse aus meiner Sicht: Wir haben in der Zwischenzeit gelernt (oder lernen müssen), dass sich auch das B2B-Geschäft online abbilden lässt. Dass Vertrieb auch über LinkedIn funktioniert, wenn man es richtig anpackt. Wir haben nach ein wenig Eingewöhnungszeit und kleinen technischen Aussetzern gelernt, mit Teams, Zoom, Skype und anderen Tools umzugehen. Wir können unser Wissen jederzeit über Webinare und Online-Konferenzen ganz komfortabel aus dem Home-Office erweitern und aktiv an Diskussionen teilnehmen. Im Schlafanzug, wenn es sein muss.

Ist es die Berliner Luft?
Trotzdem scheint es für ganz viele Menschen aus der Branche ein riesiger Bedürfnis zu sein, in diesem Jahr nach Berlin zu reisen, wo es wahrscheinlich kalt oder nass, auf jeden Fall ungemütlich sein dürfte. Und die Hotels sind ebenfalls nicht günstiger geworden. Aber was sind dann die Gründe: Alte Bekannte treffen? Neugierde, ob die CCW immer noch - oder wieder - und auch als Hybrid-Veranstaltung funktioniert? Oder doch um frische Kontakte zu knüpfen, Neugeschäft anzugehen oder junge, spannende Unternehmen kennenzulernen? 

Ein Kollege meinte 2018: „Klassentreffen, man geht zum Saufen, alte Schlachtrösser mit Recht auf Asyl und Gnadenbrot als CXIrgendwas bei irgendeinem Laden, der von online und Multichannel spricht, aber trotzdem aus Angst vor echter Digitalisierung auf der CCW lungert.“

Was meinen Sie? Kommen Sie überhaupt nach Berlin? Und Sprechen wir dann über diese und andere relevante Themen? Oder geben wir uns mit einem Händeschütteln und ein bisschen Smalltalk, vielleicht einem gemeinsamen Kaffee in der Lobby zufrieden? 

Ich bin sehr gespannt - auch auf Ihre Meinung! Und ja, natürlich fahre ich nach Berlin zur CCW 2023. Aus welchen Gründen, erzähle ich Ihnen dann persönlich😉.

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Rainer Kolm

… arbeitete als Bereichsleiter und Geschäftsführer in unterschiedlichen Branchen wie dem Handel, dem Tourismus, der Telekommunikation und in der Beratung. Seit 2010 ist Rainer Kolm Inhaber des Instituts für Customer Experience Management (i-CEM) und berät Unternehmen und Institutionen in den Themen Kundenservice und Customer Experience Management

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