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Businesswoman doing conference presentation in meeting room
Rainer Kolm 2 Minuten Lesezeit

2023: Das Ende der virtuellen Events

Die Corona-Pandemie ist überstanden - und sofort kehren wir zum Business as usual zurück: Oldschool-Vertriebler:innen genießen die schönen Autobahnfahrten und betüddeln ihre Kund:innen im ganzen Land wie-der ganz persönlich bei einer Tasse Kaffee. Denn hier gilt immer noch das alte Motto „Wer viel läuft, der viel verkäuft“: Der durchschnittliche Vertriebler reist nach Schätzungen zwischen 50.000 und 100.000 km pro Jahr! Oder das gesamte Vertriebsteam stellt sich wieder für mehre-re Tage auf einen Messestand und versucht dort mit aller Macht, Leads zu generieren. Die Kosten scheinen keine Rolle zu spielen. Also alles weiter wie bisher?

Aus der Zeit gefallen

Klingt nicht wirklich zeitgemäß, ist es aus meiner Sicht auch nicht. Eher handelt es sich um eine massive Verschwendung von Ressourcen und Zeit. Von Nachhaltigkeit kann mit einem Blick auf die Kilometer eben-falls keine Rede sein. Und welcher Vertriebsmitarbeitende fährt schon gerne mit der Bahn? 

Totgesagte leben länger

Was sind die Gründe, warum virtuelle Konferenzen anstatt Reisen und Messen für den Vertrieb gerade jetzt besonders relevant sind? In aller Kürze: Auf einer virtuellen Konferenz kann ich mich wesentlich gezielter über aktuelle Trends und Entwicklungen informieren, der Know-how Transfer läuft sehr konzentriert und direkt. Die Vereinbarung von Nach-folgeterminen ist verbindlicher, die persönliche Interaktion gezielter. Ich führe auch im Nachgang nachweislich mehr werthaltige Gespräche und erreiche mehr wertschöpfende Kontakte.

Geschwindigkeit ist Trumpf, aber nicht mehr auf der A7

Heutzutage reicht es für Kundenservice-Verantwortliche einfach nicht mehr aus, sich einmal im Jahr bei einer Messe über Hypes und Neuheiten auf den aktuellen Stand zu bringen. Das kann nur noch eine Momentaufnahme darstellen. Denn die neuen Player mit ihren KI-basierten Lösungen schießen jetzt so schnell aus dem Boden, dass man, ehe man sich versieht, eine ganze Entwicklungs-Generation verpasst hat.

Hybrid funktioniert gar nicht

Eigentlich ein cleverer Gedanke: Wer möchte, besucht die Präsenzveranstaltung. Wer zu faul ist oder seine kostbare Zeit nicht verschwenden will, nimmt am Rechner teil. Tatsache ist aber, das hybride Konferenzen meist gar nicht funktionieren und es dafür auch genügend schlechte Beispiele gibt - die CCW 2023 gehörte leider dazu. Zum Teil liegt das dann an der technologischen Umsetzung, meistens aber an der Unent-schlossenheit der potentiellen Besucher:innen.

Und wo bleibt der Beweis?

Dem einen oder anderen Vertriebsmitarbeitenden kann ich nur ans Herz legen, einmal als Besucher an einer virtuellen Konferenz teilzunehmen, die wir für Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Customer Experience und Customer Service durchführen. Das kostet Sie als Fachbesucher nichts und kann neue Perspektiven eröffnen und neue Vertriebsstrategien den Weg bereiten. Melden Sie sich einfach persönlich bei mir!

Es könnte aber auch sein, dass ich komplett falsch liege und die alte Welt genau das ist, was alle wollen. 


 

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Rainer Kolm

… arbeitete als Bereichsleiter und Geschäftsführer in unterschiedlichen Branchen wie dem Handel, dem Tourismus, der Telekommunikation und in der Beratung. Seit 2010 ist Rainer Kolm Inhaber des Instituts für Customer Experience Management (i-CEM) und berät Unternehmen und Institutionen in den Themen Kundenservice und Customer Experience Management

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